Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schäumer, schaumer, m.

schäumer, schaumer, m.
1)
der schäumende, schaum nehmende.
2)
ein werkzeug zum abschäumen einer flüssigkeit, ein schaumlöffel, eine schaumkelle, nach Adelung im Osnabrückischen.
3)
technisch: schaumer in den holländischen papiermühlen ein holzcylinder zur feinen reibung und ausfaserung der lumpen. Jacobsson 3, 556ᵇ.
4)
im niederl. und den angrenzenden niederd. mundarten nach schäumen II, 2 eigenartig entwickelt: mnd. schumer, landstreicher, nichtsnutz, schmarotzer u. ähnl. Schiller-Lübben 4, 151ᵃ; histrio, netbove l. scumer Dief. 279ᵃ; nld. schuimer, seeräuber, schmarotzer u. ä. Kilian, vgl. ten Doornkaat Koolman 3, 158ᵃ; neuer: schümer, ein rind, das aus der weide bricht und sich zügellos umhertreibt. ten Doornkaat Koolman a. a. o.; meerschäumer gleich seeräuber ist wieder aufgenommen von Arndt 3, 619.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1893), Bd. VIII (1893), Sp. 2368, Z. 38.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schäumer“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%A4umer>, abgerufen am 03.08.2021.

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