Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schönfärber, m.

schönfärber, m.
der färber, der mit 'hohen und hellen' farben zu färben weisz, im gegensatze zum schwarzfärber, der nur mit tiefen, dunklen farben färbt, der buntfärber, kunstfärber Adelung. tinctor artifex, excellens Stieler 434, kunstfärber, tintore, artista di varii, anzi de' rari colori Kramer deutsch-ital. dict. 2 (1702), 639ᵃ, tinctor, cujus colores optimi atque durabiles sunt Frisch 2, 219ᵃ. eigentlich also nach schön 1, a, dann aber in der auffassung an schön 2 angelehnt: sechstens sind insgemein an groszen orten bereits einige fabricken vorhanden, wobey sich presser, tuchscheerer, schönfärber und andre professionisten befinden. Möser patr. phant. 1 (1775), 184. vom gutfärber unterschieden, in anderem sinne: die polizey fand nun die aufsicht über beiderlei arten der färberei (gut- und schönfärben) bequemer, indem dem gutfärber ebenso wohl verboten war vergängliche materialien in der werkstatt zu haben, als dem schönfärber dauerhafte. Göthe 54, 147. bildlich: die seele ist der schönfärber des körpers. J. Paul lit. nachl. 4, 25.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1896), Bd. IX (1899), Sp. 1507, Z. 21.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schönfärber“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%B6nf%C3%A4rber>, abgerufen am 26.07.2021.

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