Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schöngeistelei, f.

schöngeistelei, f.
schöngeistiges wesen, in spöttischem sinne: da er mit allen meynungen, hypothesen, und dem ganzen bischen wissenschaft und schöngeisteley des richters längst bekannt war. Müller Siegfried v. Lindenberg 1 (2), 296; manche hielten diese wahre altdeutsche denkart für stolz — oder eigentlicher zu reden, für hochmuth, andere für schöngeisteley (anmerk.: dies ist ein modeausdruck, womit heutiges tages die gens du bon ton alles gute belegen, dessen sie sich nicht fähig fühlen). 2 (3), 35.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1896), Bd. IX (1899), Sp. 1509, Z. 19.

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Zitationshilfe
„schöngeistelei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%B6ngeistelei>, abgerufen am 05.08.2021.

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