Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schöngeisterei, f.

schöngeisterei, f.,
dasselbe wie das vorige, gleichfalls meist verächtlich Campe: angesehen die idiosynkrasie des bothen und seine mischung von schöngeisterey und religion denen herren recensenten mehr und mehr unerträglich geworden. Claudius 7, iii; in puncto der schöngeisterey, tausch' ich, hol' mich der teufel! nicht mit deinem witze. wiewohl ich nur ein naturalist bin, so mach ich doch auch, dann und wann, noch verse, die hände und füsze haben. Gotter 3, 344; blitz und wetter in all' die schöngeisterey hinein! Lenz 1, 157; unter dilettantismus in der lyrischen poesie: belletristerey auf universitäten, durch eine moderne studirart veranlaszt. frauenzimmer-gedichte. schöngeisterey. Göthe 44, 278. im plur. von einzelnen äuszerungen schöngeistigen wesens: die nachwelt wird an solchen schöngeistereien von werk und theorie stehen und staunen. Herder 8, 34 Suphan.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1896), Bd. IX (1899), Sp. 1509, Z. 28.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schöngeisterei“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%B6ngeisterei>, abgerufen am 03.08.2021.

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