Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schöngeisterisch, adj.

schöngeisterisch, adj.
einem schöngeist gleich, gemäsz: in welcher verlegenheit ist zuweilen ein mann, der nicht viel journale und neuere modeschriften liest, wenn er in eine gesellschaft von schöngeisterischen herrn und damen geräth. Knigge umg. m. menschen 1, 22; der rektor selber würde so gut wie Victor verlegen gewesen sein vor der schöngeisterischen ministerin. J. Paul Hesp. 2, 46. in adverbialer fügung: verdient ein richter lob oder tadel, wenn er kaltblütig prüft, nicht schwärmerisch schwindelt? wenn er feierlich und ernsthaft spricht, nicht schöngeisterisch faselt? Sturz 1, 209.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1896), Bd. IX (1899), Sp. 1509, Z. 43.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schöngeisterisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%B6ngeisterisch>, abgerufen am 04.08.2021.

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