Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

schönheitsgefühl, n.

schönheitsgefühl, n.
gefühl für schönheit. Campe: wenige sind es, in denen das zarte schönheitsgefühl durch abstraction nicht erstickt wird. Schiller briefe 3, 250 Jonas (vom 9. febr. 1793); die geschichte Laokoons von einem dichter und einem bildhauer dargestellt, beleidigt in dem gegenstande unser schönheitsgefühl. werke 10, 59. im plural: die schöne welt im gegentheil setzt den wohlthätigen einflusz der schönheitsgefühle vorzugsweise in diese ihre schmelzende kraft. briefe 3, 377 (einschlusz in den brief vom 11. nov. 1793); vielmehr lehrt die erfahrung, dasz die erhabene anspannung des gemüths, wo keine schönheitsgefühle sie mildern, eine gewisse härte, ja oft sogar rohheit begünstigt. 379 (ebenda); es kann, mit einem wort, nicht mehr die frage seyn, wie er (der mensch) von der schönheit zur wahrheit übergehe, die dem vermögen nach schon in der ersten liegt, sondern wie er von einer gemeinen wirklichkeit zu einer ästhetischen, wie er von bloszen lebensgefühlen zu schönheitsgefühlen den weg sich bahne. werke 10, 368.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1896), Bd. IX (1899), Sp. 1517, Z. 48.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schönheitsgefühl“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%B6nheitsgef%C3%BChl>, abgerufen am 23.09.2020.

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