Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schönheitssonne, f.

schönheitssonne, f.:
die morgenröthe deiner jugend,
du schon so früh galantes kind!
verspricht uns rosen aller tugend,
die ietzo noch in knospen sind,
und läszt dich künfftig auf der erden
gewisz zur schönheits-sonne werden.
Günther 177;
kein fehler und kein fall ist so betrübt und grosz im lieben,
er wird stets einzig und allein den frauen auf den kerb geschrieben,
und kommt der schmähsucht auf die zunge, die von der männer lastern schweigt,
und an den grösten schönheits-sonnen geringe flecken höhnisch zeigt.
428;
im osten steht das licht, ich steh' im west,
ein berg, an dessen haupt der schein sich bricht.
ich bin der schönheitssonne blasser mond;
schau weg von mir, der sonn' in's angesicht!
Dschelaleddin nennt sich das licht im ost,
desz wiederschein euch zeiget mein gedicht.
Rückert (1882) 5, 200.
daneben schönheitsonne, gemma pulchritudinis, formae miraculum Stieler 2059.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1896), Bd. IX (1899), Sp. 1520, Z. 1.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schönheitssonne“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%B6nheitssonne>, abgerufen am 05.08.2021.

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