Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schönling, m.

schönling, m.
1)
bezeichnung eines kleinen, auszerordentlich schönfarbigen fisches, der besonders im mittelmeer vorkommt, der meerjunker, regenbogenfisch, labrus iulis. neuer schauplatz der natur bei Campe.
2)
in demselben werke wird nach Campe im anschlusz an diese bezeichnung schönling als verdeutschung von petit - maître vorgeschlagen. vgl. schönherr.
3)
den zweyten sohn nun nannte der alte sultan Gripik. — diesz heiszt in der gemeinen sprache, herr der gläubigen, Schönling (anm.: so paraphrasirt der Araber, und der übersetzer braucht auch dieses wort, weil es, wenn auch nicht gebräuchlich, doch verständlich ist). — diesen namen .. gab ihm der vater darum, weil er alles, was ihm unter die hände kam, verschönerte, es mochte die verschönerung vertragen oder nicht. Klinger 6, 291.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 8 (1896), Bd. IX (1899), Sp. 1522, Z. 33.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schönling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%B6nling>, abgerufen am 26.07.2021.

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