Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schöpferhand, f.

schöpferhand, f.:
zög er (gott) die schöpferhand zurücke
von diesem wunderbau, so stürb aus jedem sinn, ...
empfindung und genusz der sanften freude hin.
Gött. musenalm. 1771, 156;
die einst mit flüchtigem gefieder
voll kraft aus euren (der künstler) schöpferhänden stieg.
Schiller 6, 275;
Lida! Lida! zauberisch umwunden
hält das all der liebe schöpferhand.
Hölderlin 1, 20;
deine werke kommen gut und edel,
grosz und herrlich aus der schöpferhand.
Seume ged. (1826) 63;
stolz war natur, als ihrer schöpferhand
sie sahe dich, ihr meisterwerk, entschweben.
Rückert (1882) 5, 86.
dafür auch schöpfershand: wie unter keinen als schöpfershänden sich staub des feldes zu der tausendfach verschlungenen, lenksamen, zarten, feinen, seelvollen königsbildung .. fügen konnte. Herder 7, 11 Suphan.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1897), Bd. IX (1899), Sp. 1552, Z. 44.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schöpferhand“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%B6pferhand>, abgerufen am 02.08.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)