Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schöpflich, adj.

schöpflich, adj.,
fast nur in zusammensetzungen:
1)
was geschaffen werden kann, mhd. in unschepfelich Lexer handwb. 2, 705; vgl. schöpflichkeit.
2)
was geschöpft werden kann: hausibilis schopfflich Dief. gl. 273ᵃ. Stieler 1911 und Kramer 2, 641ᶜ, s. schöpfbar. zumeist in unerschöpflich.
3)
nur in den ältern dialekten auch für 'dichterisch, erdichtet', vgl. schof 6, sp. 1439. so alts. scoplîco, poetice Straszb. gl. 81, s. Heyne kl. altnd. denkm.² 93, ahd. scoflîh Graff 6, 455, mhd. schophlich Lexer handwb. 772. nachtr. 361:
gnuͦge irdenkent in lugene
unde vuͦgent die ze samene
mit schoflichen worten.
Trierer Silvester 21 Kraus.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 9 (1897), Bd. IX (1899), Sp. 1556, Z. 27.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schöpflich“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sch%C3%B6pflich>, abgerufen am 29.07.2021.

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