schenkung f
Fundstelle: Lfg. 14 (1893), Bd. VIII (1893), Sp. 2557, Z. 76
zu schenken, verb. gebildet.
1)
entsprechend dem ursprünglichen sinne von schenken in älterer sprache: propinatio schenckunge Dief. 465ᶜ; in besonders gewendeter bedeutung: crepundia, geschwaigung o. schenckung der kind 157ᵃ (s. oben schenken 1, a, γ und 2, sowie schenkamme sp. 2541).
2)
nach schenken 4 zunächst mit verbalem sinne die darreichung eines geschenks bezeichnend, dann für dieses selbst, in neuerer sprache meist in rechtlicher bedeutung, in älterer allgemeiner: das im die schön Agley und künigin umb sölliche schenckung danck sagen würde. Wilhelm von Österreich (1481) 41ᵇ; es soll auch kein meister, er sei steinmetz, zimmerman ..., nit nemen keinerlai schenkung. Tucher 272, 27; schenckung etlicher äcker. Kirchhof wendunm. 1, 24 Österley; mit groszer reverentz, gaben und schenckung. 79; dem himmel vor die schenckung der gesundheit zu danken. Salinde 141; reiche schenkungen geschahen an die kirchen. Schiller 9, 231; wie ist es denkbar, eine ewige schenkung an eine wandelbare meinung zu machen. 8, 15;
aus freyem trieb bestätigt sie (des kaisers mojestät) die schenkung,
die euch der fürst zu bösem zweck gemacht.
Wallensteins tod 2, 6;
der ehe trennung hebt die schenkung auf.
Grillparzer 5, 22.
festliche veranstaltung, bei der geschenke gegeben werden, z. b. an hochzeiten: lautmerungen, hochzeiten, kirchgenngen, schenckungen. Nürnb. polizeiordn. 71. s. schenke, f. 2.
Zitationshilfe
„schenkung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/schenkung>, abgerufen am 09.12.2019.

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