schneegebirge n
Fundstelle: Lfg. 7 (1896), Bd. IX (1899), Sp. 1233, Z. 11
mit schnee bedecktes gebirge: schneegebirg, montes perpetuis nivibus obsiti Frisch 2, 213ᵃ; wenn in sehr hohen und gähen schneegebirgen durch den wind, oder durch einen vogel, oder auch nur durch den schall eine kleine handvoll schnee los wird. Hebel 2, 51; den duftigen kranz von schneegebirgen. G. Keller werke 1, 33;
Carl! — so tönts vom schneegebirge nieder!
Schubart ged. (1787) 2, 10;
im rosenschleier lächelt die sonne noch
von schneegebirgen freundlich ins quellenthal,
und kühler abendwinde fittig
kräuselt die fläche des stillen seees.
Stolberg 1, 107;
blicktest du (Homer) schon mit dichtergefühl
der sinkenden sonne,
die vom thrazischen schneegebürg',
über purpurne wallungen des Helläspontos,
dich begrüszte, in ihr flammendes gesicht!
121;
im winter tief im schneegebirg'
muszt' er (Spekbacher) umirren geh'n.
Rückert (1882) 1, 96;
bildlich:
die süszen flammen sind in meinem schnee vergraben.
der brüste schnee-gebirg' hat in sich Etnens brand.
und gleichwol kwillt hier milch, mit der sich seelen laben.
Lohenstein blumen (1680) 58.
Zitationshilfe
„schneegebirge“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/schneegebirge>, abgerufen am 07.12.2019.

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