Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schwänzelpfennig, m.

schwänzelpfennig, m.
bezeichnung kleiner geldbeträge, die man bei aufgetragenen einkäufen u. dergl. heimlicher weise für sich behält Adelung, schwäntzel-pfennge heissen diejenigen geld-brocken und restlein, so denen weibern von dem übrig behaltenen marckt-gelde und ausgaben in ihre beutel fallen, wird auch offtermals von denen mägden, so zu marckte gehen, practiciret. frauenzimmerlex. bei Schultz alltagsleb. 154. vergl. schwänzelgeld, schwanzgeld: sich schwänzelpfennige machen Adelung; ich berühre darin (in dem werk) die vaccine .. die neuen territorialpfähle — die schwänzelpfennige. J. Paul flegelj. 1, 20; nämlich Julen (einer köchin), die den herrn betrog, wo sie konnte, übrigens aber das rechtschaffenste, gutherzigste ding von der welt war, nahm ich alle ihre schwenzelpfennige, die sie sich bei den markteinkäufen machte, ab. Immermann 1, 109 (Münchh. 1, 16) Boxberger.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 12 (1898), Bd. IX (1899), Sp. 2267, Z. 24.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schwänzelpfennig“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/schw%C3%A4nzelpfennig>, abgerufen am 03.08.2021.

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