Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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schwärzlich, schwärzlicht, adj.

schwärzlich, schwärzlicht, adj.,
ins schwarze spielend. die letztere form ist früher bezeugt, aber heute ungebräuchlich. schwartzlächt, ein wenig schwartz, subniger, obater, infuscus, nigricans color, pullus, nigellus, baeticus color Maaler 366ᶜ, schwartzlecht, ravis Henisch 1739, 13, schwärzlicht, & schwarzechtig, aquilus, subaquilus, obater, obniger, subniger, internigrans Stieler 1957 (daneben schwärzlich seyn, nigricare. ebenda), schwärtzlicht, neretto Kramer diction. 2 (1702), 702ᵃ: ein man von schwartz zimblich langen uffgeloffenen haaren und schwartzlechtem angesicht. quelle von 1452 bei Diefenb.-Wülcker 849; schwartzlechte augen, nigricantes oculi Dasypodius; die andern (muscheln) haben auch ein schwartzlecht fleisch. Gesners fischbuch übersetzt von Forer (1598) 133ᵇ; tunckelte oder schwärtzlichte farbe, erdfarbe, pullus. Corvinus fons lat. 1 (1660), 520ᵃ (daneben schwärtzlich, s. unten); schwärtzlicht im gesicht, neretto nel viso Kramer 2, 702ᵇ; schwärtzlichte haar, capegli nericci. ebenda;
o augen braun und klar,
schwartzlecht und hell, wie plitz und dunder.
Weckherlin 589;
und finster plötzlich wird der himmel,
und über dem theater hin,
sieht man, in schwärzlichtem gewimmel,
ein kranichheer vorüberziehn.
Schiller 11, 246;
in adverbialer fügung:
und in schwärzlicht grauen zügen
aus dem meergrund aufgestiegen
kam der Thetys buntes heer.
341.
verkürzt schwarzlet:
umb sein hals ist er (der phönix) goldgelb klar,
sein leib und flügel purpur far
mit eynem grün schwartzleten schwantz.
H. Sachs 1 (1558), 76ᵇ.
die endung -(l)ocht, die in alter zeit regelmäszig neben -(l)echt begegnet, erscheint verkürzt in mhd. swarzlot: in der milz ist eʒ (das fleisch) swarzlot. Megenberg 23, 25. erweitert wird die form auf -lecht zu schwartzlechtig, nigellus, pullus Dasypodius, nigellus Dief. 380ᵇ: die kelte macht auch die öberst haut bleich, stärrig hart und schwarzlechtig, daraus dann erschütteln und zittern erwächset. Celsus übersetzt von Khüffner (1531) 6ᵃ; in den aehren wächset ein kleiner samen auswendig schwarzlechtig. Tabernaemont. 527; die wurzel ist schwarzlechtig. 715. die form auf -ich erscheint wie die auf -cht in den ältesten belegen ohne umlaut, dann aber regelmäszig umgelautet, schwartzlich, etwas schwartz, noirastre Hulsius (1616) 292ᵃ. schwärtzlich, etwas schwartz, obater Corvinus fons lat. 1 (1660), 174ᵇ, subniger, nigellus, pullulus Steinbach 2, 536, schwärzlich, colore nigricans, nigellus, subniger Frisch 2, 273ᶜ. Adelung: schwärtzliche erde, terra pullula Steinbach 2, 536; schwärzlicher krystall 7, 292ᵇ; schwärzlich glaserz, eine unterart des hornerzes. ebenda;
du (Aphrodite) bespanntest den schimmernden wagen,
und deiner sperlinge fröhliches paar,
munter schwingend die schwärzlichen flügel,
trug dich vom himmel zur erde herab.
Grillparzer (1887) 3, 164;
in prädicativer stellung:
gnedigste frau, hab mich umbgsehen,
wie die wolcken so schwartzlich stehn.
Ayrer 969, 12.
schweiz. der schwerzlig, bräunliches kind, brünette Seiler 266ᵃ. vgl. schwärzling.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1898), Bd. IX (1899), Sp. 2340, Z. 19.

schwärzling, m.

schwärzling, m.
rotwelsch kaffee, weil er schwarz ist. Avé-Lallemant 4, 606.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1898), Bd. IX (1899), Sp. 2341, Z. 4.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schwärzling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/schw%C3%A4rzling>, abgerufen am 05.08.2021.

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