Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schwätzeln, verb.

schwätzeln, verb.,
iterativ- bezw. deminutivbildung zu schwatzen: nun frau! was stehst? ist dirs nicht lieb, die jungen leute so schwäzzeln und mieneln und liebäugeln (erg. zu sehn). Lenz 1, 114;
so lasz nu Cloris uns auch mit einander schwätzelen.
Weckherlin 768;
sehr wohl ermahnst du, meiden soll ich das rechtsgewirr,
vielmehr in der eil' anzünden dort der schwäzelnden
wischwascher wohnung.
Voss Aristoph. 1, 310 (wolken 1486);
die bübchen mein' ich, die herrchen in den badstüberein,
die so zusammensitzend schwätzeln hin und her.
Droysen Aristoph. 2, 429 (ritter v. 1376);
nur weiter nicht geschwätzelt, sondern schnell gefolgt!
3, 57 (wolken 505);
was sie da schlau geschwätzelt hat,
nichts zur unzeit, klugen sinnes.
3, 261 (thesmoph. 461);
doch zwischen dieser müsz'gen rott', ...
Gin's, Donegal's verdrusz, dem spott
und schwätzeln in der fräulein reigen.
Immermann 13, 212 Hempel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 13 (1898), Bd. IX (1899), Sp. 2349, Z. 27.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schwätzeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/schw%C3%A4tzeln>, abgerufen am 29.07.2021.

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