Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

schwurmen, schwürmen, verb.

schwurmen, schwürmen, verb.
sich durcheinander wirrend bewegen, im schwarm fahren, ziellos schweifen, grassari, bacchari u. ähnl., vergl. schwirmen sp. 2716 und schwärmen sp. 2286, auch in der freieren bedeutung von schwärmen in älterer sprache: das sie mit ernst zu solchem sturmen und schwürmen thun. Luther briefe 2, 549; mit der tat zuͦ schwürmen und gleich den unbesinten zuͦ rasen. H. Sachs dialoge 71, 5; sie (die römischen bienen) halten jr wacht und vigilien, wie andere binen: dan da sind vil, die bey nacht mit eym getürmel auffstehen, die schwürmen und sausen je einer den andern zu. Fischart bienenk. 240ᵇ;
dasz er den selben wurmen,
so teuflisch nach thet schwurmen,
dasz er nicht wost was er thet schreiben.
Schade sat. u. pasqu. 2, 193, 124;
ich meyn, wir haben heint geschwürmbt.
H. Sachs 17, 147, 14 Keller-Götze;
(der trunkne) mit halben wind hersegelt,
mit tollem kopff schwürmet und egelt.
20, 504, 3;
anders gewendet:
mit laytern und dem steigzeug schwürmen,
den himel uns noch abzustürmen.
4, 405, 10;
da stiegen sie hinauff zu stürmen,
waren undter eynander schwürmen.
5, 353, 26;
vgl. oben geschwürm theil 4, 1, 2, sp. 4013.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1899), Bd. IX (1899), Sp. 2768, Z. 36.

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schwäherin schöpfquelle
Zitationshilfe
„schwürmen“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/schw%C3%BCrmen>, abgerufen am 05.08.2021.

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