schwarzbeere f
Fundstelle: Lfg. 13 (1898), Bd. IX (1899), Sp. 2322, Z. 18
1)
die heidelbeere, vaccinium myrtillus Nemnich 2, 1537, suarzbere, vacinia Graff 6, 900, schwartzbeer, vaccinio, mirtillo Kramer dict. 2 (1702), 702ᵃ, schwarzbeer, vaccinia Frisch 2, 244ᵃ, schwarzbeere Adelung. Jacobsson 7, 286ᵃ. Vilmar 377 (westl. Hessen). Schmeller² 2, 649 (Nürnberg, Gastein). Schöpf 659 (Eisack-, Etschthal). cimbr. wb. 226ᵃ, nd. swartbeeren, plur. Woeste 265ᵃ:
nicht hoch darff man nach kersen steygn
wie die schwartzbär sie wachssen thun.
H. Sachs 1 (1558), 544ᵃ;
indesz am fusz in buntgemischter reihe
der schwarzbeer' dunkle frucht und helles kraut,
hoch überragt von Weidrichs veilchenbläue,
dir (dem hügel) einen thron, sich eine freistatt baut.
Grillparzer (1887) 1, 35.
sprichwörtlich: viel swartebearen, viel tiufeln (kartoffeln). Wander 4, 427 (Westfalen).
2)
die brombeere (rubus fruticosus) Stieler 246. Kehrein 1, 372 (Marienberg). so ist anscheinend auch die bei Graff 6, 900 angeführte glosse suarzbere, mora agrestis aufzufassen.
3)
schwarze waldkirsche: schwarz- oder wiszelbeer, s. kirschbaum. Heppe wohlr. jäger 274ᵇ (der artikel kirschbaum fehlt aber). dazu schwarzbeerbaum, m. im sinne von 3 Döbel jägerpr. 3, 19ᵃ, schwarzbeerstrauch, m., im sinne von 1 vaccinium myrtillus Pritzel-Jessen 422ᵇ (Tirol, Kärnten, Hessen, Henneberg).
Zitationshilfe
„schwarzbeere“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/schwarzbeere>, abgerufen am 17.10.2019.

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