Deutsches Wörterbuch (¹DWB)

schwungvoll, adj.

schwungvoll, adj.
junge bildung zu schwung, als neubildung bei Campe verzeichnet: mit einem schwungvollen satz über die stufen und die schwelle. Keller 3, 231; gewöhnlich nur im übertragenen sinne von schwung; schwungvoller handel, lebhafter handel, doch in dieser bedeutung zurücktretend vor schwunghaft; dagegen im sinne von schwung 2, b lieber schwungvoll als schwunghaft; schwungvolle ideen, schwungvolle rede, poesie u. ä.: weil er (Tacitus) den mangel an einzelheiten hier und da durch eine kleine schwungvolle betrachtung zu verdecken bemüht ist. Freytag ges. werke 17, 32 (bilder 1). linienführung: auf dem schwungvoll aufsteigenden halse. Vischer auch einer 1, 154; (die berge sind) mir für jetzt zu hart, zu formlos. dürste nach anderen, schwungvolleren erdbildungen. 2, 251. in höherem sinne an die eigentliche bedeutung von schwung angelehnt:
(die seele ist) ätherisch, wirkend, schwungvoll, unbeschränkt.
nicht angekettet an des körpers fall.
Herder 27, 396.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 15 (1899), Bd. IX (1899), Sp. 2764, Z. 7.

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Zitationshilfe
„schwungvoll“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/schwungvoll>, abgerufen am 09.08.2020.

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