seemeile f
Fundstelle: Lfg. 1 (1899), Bd. X,I (1905), Sp. 60, Z. 3
meile, wonach entfernungen zur see gemessen werden. die eigentliche oder geographische seemeile wird gewöhnlich zu 1⁄60 grad, also = 1⁄4 landmeile, angenommen, s. Jacobsson 7, 318ᵇ. Bobrik 496ᵇ; dagegen verstehen andre unter diesem namen die französische, englische oder niederländische liene, deren 20 auf einen äquatorgrad gehen (also dreimal so grosz), s. ebenda. Adelung. Jacobsson 4, 117ᵃ: die Nordseeküste von Borkum bis hinauf nach Sylt dehnte sich zur Römerzeit einige seemeilen weiter nach norden. Freytag bilder 1, 67 anm.; im allgemeinen kann man annehmen, dasz das land höchstens noch dreiszig seemeilen entfernt ist, wenn man seehunde bemerkt. Brehm illustr. thierl. 2, 791.
Zitationshilfe
„seemeile“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/seemeile>, abgerufen am 17.10.2019.

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