seitenstück n
Fundstelle: Lfg. 3 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 399, Z. 2
1)
profilaufnohme: queer- sive seitenstück, catagraphum Stieler 2222. jetzt ungebräuchlich.
2)
seitenstück am geschlachteten thier; ein fettes seitenstück erwischen.
3)
in mannigfaltiger anwendung auf geräte, bauwerke u. ähnl. bezogen: die beiden seitenstücke eines portals. seitenstücke des rapperts (der laffette der schiffskanonen). Bobrik naut. wb. 636ᵇ. seiten-, nebenstücke eines tonnenbodens Jacobsson 4, 137ᵃ. seitenstücke, die beiden halbröhren, die zusammengelegt die form für den gusz bleierner röhren bilden. 7, 333ᵇ.
4)
pendant, gemälde, bildwerk, das zu einem anderen stücke paszt, mit ihm eine einheit ausmacht, ihm ähnlich ist. Campe; vgl. oben zur seite stellen, setzen unter seite II, 4. in diesem sinne ist das wort besonders im übertragenen sinne in neuerer sprache sehr gebräuchlich: sein jetziges verhalten ist, bildet ein würdiges seitenstück zu seiner früheren verrätherei, steht ihr gleich.
Zitationshilfe
„seitenstück“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/seitenst%C3%BCck>, abgerufen am 14.12.2019.

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