Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

selbstüberwindung, f.

selbstüberwindung, f.:
dasz selbstüberwindung die einzige tugend ist, in der wir (frauen) es oft den männern zuvorthun! Gotter 3, 271; vor allem aber war in ihm (dem hündlein von Bretten) bewundernswerth die moralische selbstüberwindung. denn es ... that auch für allerhand alte weiber was unsere neumodischen hundestutzer nicht gern thun, seinen wohlgemeinten toleranten sprung. Brentano 4, 418; nicht ohne gewaltsame selbstüberwindung konnte er (Göthe) also aus der beschaulichen stimmung des greisenalters zurückgreifen zu einem werke, das der flammenden begeisterung des jünglings entsprungen war (Faust). Treitschke d. gesch. 4, 412;
selbstüberwindung ihm der höchste sieg.
Göthe 4, 296 Weim. ausgabe.
vgl. selbstbesiegung.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 498, Z. 21.

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selbstvertagung seuge
Zitationshilfe
„selbstüberwindung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/selbst%C3%BCberwindung>.

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