adj.
Fundstelle: Lfg. 3 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 487, Z. 40
wenn ihn eine selbstquälerische einbildungskraft noch weiter führte. Göthe 17, 184; ich hatte zeit genug mir den seltsamsten roman von traurigen ereignissen und einer unvermeidlich tragischen katastrophe selbstquälerisch auszumahlen. 24, 342; ich setzte die hergebrachte poetische beichte wieder fort, um durch diese selbstquälerische büszung einer innern absolution würdig zu werden. 26, 120; man werde sich aus einem schmerzlichen, selbstquälerischen, düstern seelenzustande nur durch naturbeschauung und herzliche theilnahme an der äuszern welt retten und befreien. 30, 228; er fand eine selbstquälerische lust, in seiner diplomatischen weise dem sohne dessen unkindlichkeit vorzuwerfen. Ludwig 1, 379; mit einem peinlichen eindruck, den wir andern ohne groszen kampf verwischen, wird er lange selbstquälerisch und hart ringen. Freytag handschr. 3, 228.
Zitationshilfe
„selbstquälerisch“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/selbstqu%C3%A4lerisch>, abgerufen am 21.10.2019.

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