Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

selbstverwaltung, f.

selbstverwaltung, f.:
so ward er (Niebuhr) wie Stein ein abgesagter feind aller politischen systemsucht und fand wie jener den eckstein der freiheit in der selbstverwaltung, die den bürger gewöhne mannhaft auf eigenen füszen zu stehen und das regieren .. handanlegend zu lernen. Treitschke d. gesch. 2, 64; selbst Rotteck konnte sich seine constitutionelle herrlichkeit nur auf dem boden der selbstverwaltung denken. 110; man hatte ... gehofft, dasz die staatsbehörden durch die einführung der heutigen localen selbstverwaltung an geschäften und an beamten würden entbürdet werden; aber im gegentheile, die zahl der beamten und ihre geschäftslast sind durch correspondenzen und frictionen mit den organen der selbstverwaltung ... erheblich gesteigert worden. die 'selbstverwaltung' ist also verschärfung der bürokratie, vermehrung der beamten, ihrer macht und ihrer einmischung ins privatleben. Bismarck ged. u. erinner. 1, 11 f.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 502, Z. 44.

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selbstvertagung seuge
Zitationshilfe
„selbstverwaltung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/selbstverwaltung>.

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