Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

selbstwille, m.

selbstwille, m.
volontà propria ò propria volontà. Kramer dict. 2, 764ᵇ; eigen- et selbstwille, obstinatio, pervicacia, vulgò singularitas, et cerebrositas, it. liberum arbitrium, placitum. Stieler 2536; noch bei Campe: wer ohne rückhalt und einschränkung 'menschen-freyheit' verkündigt, .. der .. gräbt den eigendünkel, und selbstwillen etc. wieder aus dem verborgenen hervor. Claudius 6, 57. — in älterer sprache mit selb-: ahd. selpuuillo, selbuuilli, arbitrium; (pi) selbuuillin, sponte, ultro. Graff 1, 826, mnd. sulfwille eigenmächtigkeit. Schiller-Lübben 4, 467ᵃ. (jetzt wird eigenwille bevorzugt, s. theil 3, 103.)
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 504, Z. 47.

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selbstvertagung seuge
Zitationshilfe
„selbstwille“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/selbstwille>.

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