Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

selbstzwang, m.

selbstzwang, m.
Campe: der pflichtbegriff ist an sich schon der begriff von einer nöthigung (zwang) der freien willkühr durchs gesetz; dieser zwang mag nun ein äuszerer oder selbstzwang sein. Kant 5, 202; die tugendpflicht ist von der rechtspflicht wesentlich darin unterschieden: dasz zu dieser ein äuszerer zwang moralisch-möglich ist, jene aber auf dem freien selbstzwange allein beruht. 207; die überwindung einer solchen (begierde) ... bedarf also selbstzwang, d. i. innere nöthigung zu dem, was man nicht ganz gern thut. 4, 197; eine sichtliche innigkeit der überzeugung belebt seine (Fr. Stolbergs) muse auch in ihrem messianischen selbstzwang. blätt. f. lit. unterh. 1846, nr. 315, s. 1257ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 3 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 506, Z. 46.

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Zitationshilfe
„selbstzwang“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/selbstzwang>.

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