Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sendschreiben, n.

sendschreiben, n.:
send-brief, send-schreiben, lettera missiva Kramer deutsch-ital. dict. (1702) 2, 768ᶜ. Frisch 2, 264ᵃ; vgl. sendbrief. nach Adelung von einem schreiben an mehrere, das einer dem andern zusendet. es ist feierlicher als brief und wird besonders von officiellen schriftstücken, briefen urkundlichen characters oder von solchen schreiben, die in form eines briefes für die öffentlichkeit oder doch weitere verbreitung bestimmt sind, gebraucht: brieflich urkunden, als testament, schuldbrief, supplication, sentschreiben und dergleichen. tirol. weisthümer 4, 750, 5; aus den glaubwürdigen schriften und aus den worten seiner sendeschreiben bei seinen königlichen ehren allen bundsgnossen zum pfande gegeben. Opel - Cohn 299; schau wie lib mir deine zugleich mit hoher kunstpracht der wörter und herlicher zir - rede ausgesmükte send - sreiben gewesen. Butschky hochd. kanz. 71; so lautete Antonio's sendschreiben an Raphael. Wackenroder herzensergieszungen (1797) 49; die gedruckten oder lithographirten sendschreiben, aufrufe und prospecte. Keller 5, 146.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 578, Z. 63.

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Zitationshilfe
„sendschreiben“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sendschreiben>.

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