Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

senker, m.

senker, m.:
senker, et senkerinn, mas et foemina mergens Stieler 2008; wie das vorhergehende wort; setzling, steckling von fruchtbaren bäumen, sträuchern, gartengewächsen, besonders von rebstöcken (s. das vorhergehende wort), auch absenker: der gärtner legte säncker ein; weinsäneker, vitis tradux Steinbach 2, 774. Hertel thür. sprachsch. 228;
so wie das gärtchen, engst umhegt,
der kräuterkund'ge mann belegt
mit keimen, körnern, senkern, knollen.
Immermann 13, 207 Boxberger.
freier, im bilde: er (Schiller) nimmt aus Shakespeare oder der alten griechen garten senker, entfernt die wurzeln, und pflanzt sie so in den seinen. O. Ludwig 5, 323. senker, stücke von eisen, blei oder stein zur beschwerung eines fischnetzes. Jacobsson 7, 336ᵇ; senker, beutelförmiges fischernetz, das an einem rahmen- oder kreuzbogengestell befestigt ist und ins wasser eingesenkt und herausgehoben wird. Adelung; bei Frischbier 2, 338ᵇ senknetz, senkgarn, der senker, die senke, hänge-, hebenetz. ausreiber, senker, versenker, senkkolben, ein werkzeug, bohrungen an ihrem ende so zu erweitern, dasz schraubenköpfe darin platz finden. Karmarsch-Heeren techn. wb.³ 1, 260. 3, 619; bei Campe steht senker als verdeutschung von trochäus.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 595, Z. 28.

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Zitationshilfe
„senker“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/senker>, abgerufen am 22.01.2022.

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