Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sensenklang, m.

sensenklang, m.
klang der sense beim mähen: wir zogen dem sensenklang und dem schalle der schnitterlieder nach, Verena las ähren und ich sammelte blumen zum erndtekranz. Brentano 4, 151;
hingemezelt mit Erinnysmuthe,
wie ein veilchen unter sensenklang.
Schiller 1, 229.
nd. redeweise der bauern: wen de ekkern den seessen-klank höret hebt, so blivet se, eicheln, die nach der ernte auf den bäumen sind, fallen nicht ab. brem. wb. 4, 757. — klang der sensen beim aneinanderschlagen, zur begrüszung oder zum ausdruck der freude. Campe:
hier bringen wir im festgesange
den ährenkranz mit sensenklange.
Voss 2, 63 (id. 4, 160);
leibeigne, jung und alt, mit jubel und mit segen
hüpft eurem herrn mit spiel und sensenklang entgegen!
340 Sauer (junker Kord 110).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 610, Z. 38.

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Zitationshilfe
„sensenklang“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sensenklang>.

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