Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sentimental, adj.

sentimental, adj.
empfindsam Campe erg.-wb., von unechter, gemachter empfindung erfüllt oder zeugend. von menschen: ich musz mich empfindsam, sentimental schimpfen. Arnim Hollins liebel. 38 neudr.; ich bin ihm nicht sentimental genug, nicht tief genug empfindend. Ludwig 2, 578;
ich steh' auf des berges spitze,
und werde sentimental.
'wenn ich ein vöglein wäre!'
seufz' ich viel tausendmal.
H. Heine 1, 86 Elster (lyr. interm. 53).
auf dinge übertragen: ich sehe mich noch den schlichten breitrandigen hut ergreifen, den ich längst statt des sentimentalen sammetbarrettes trug. Keller 2, 137.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 615, Z. 3.

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Zitationshilfe
„sentimental“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sentimental>.

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