Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sentine, f.

sentine, f.
1)
der unterste raum eines schiffes, kielraum, pumpensood, und das daselbst aufgesammelte wasser, grundsuppe. Bobrik 638ᵃ. Jacobsson 7, 338ᵇ, aus lat. sentina in gleicher bedeutung entlehnt. schon mhd. sentîne Lexer hwb. 2, 887, hier auch als gefängnis, zufluchtsort, schatzkammer benutzt, s. A. Schultz höf. leb.² 2, 328 f.; übertragen, auf die hölle:
und fuotert siu mit scharpfem pîne
hin in die helschen sentîne.
Martina 198, 84.
2)
'eine gattung groszer fahrzeuge, deren man sich in Bretagne zu verführung des salzes auf der Loire bedient'. Jacobsson 4, 144ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 615, Z. 54.

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Zitationshilfe
„sentine“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sentine>, abgerufen am 23.01.2022.

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