Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

serfeln, verb.

serfeln, verb.,
bair.-österr. wort, bair. sárfln, serfln, 'gehen, indem man die füsze nicht gehörig aufhebt, oder die schuhe, zumal die pantoffeln, auf dem boden fortschleift' Schm. 2, 325, im bair. wald sörfeln Baierns mundarten 2, 257, östr. sia(r)fln, auch mit der zunge beim sprechen anstoszen. Castelli 255:
nachdem hört ich gemachsam scherfeln
ein durch des tempels pforten serfeln.
H. Sachs 1, 367ᵈ;
als ich nun lag in solchem lauschen,
hört ich gar mit eim stillen rauschen
fusz für fusz in mein kammer sörffeln,
mit leysen tritten zu mir schörffeln.
2, 2, 53ᶜ.
dazu serfling, m. alter pantoffel, hinten abgetretener schuh Schm. a. a. o.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 623, Z. 50.

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Zitationshilfe
„serfeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/serfeln>, abgerufen am 23.01.2022.

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