Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

servil, adj.

servil, adj.
knechtisch, sklavisch, in unwürdiger weise unterwürfig, kriechend. aus lat. servilis: servile gesinnung, serviles benehmen und ähnl. jetzt sehr gewöhnlich. früher sagte man dafür servilisch, s. Campe erg.-wb.: weil Antenor dem Philanderson versprochen hatte, dasz er des andern tages seiner wiederumb wolte gewärtig seyn, als setzte er andere servilische, animo et ingenio suo indigna negotia zurück. Schuppius 91; solche leute .. sind der freyheit gewohnet, und wollen lieber sterben, als servilisch tractiret werden. 384; solche leute haben vermeynt, sie wollen durch anderer leut ruin .. ihnen einen grossen namen machen. haben demnach allerhand servilische ingenia auszgeschickt, welche haben erforschen sollen, was dieser oder jener mache? 632. — dazu servilismus, m.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 630, Z. 22.

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Zitationshilfe
„servil“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/servil>, abgerufen am 25.01.2022.

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