Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

servitut, f., n.

servitut, f. n.
verbindlichkeit oder last, die auf einem grundstück oder gebäude ruht; gerechtigkeit, die einem andern daran zusteht, vom standpunkte des besitzers aus, wo sie sich als eine einschränkung des vollen eigenthumsrechts darstellt. Adelung. Campe erg.-wb. öcon. lex.² 2721. (bei Kinderling 330 schlecht übersetzt durch dienstpflicht.) waldservitute s. Behlen 6, 268 ff. aus lat. servitus entlehnt, daher bei Adelung als fem. so auch: es haftete an beiden häusern von altersher das recht des durchganges durch gärten, höfe und hausflüre .. es war ein nicht eben schönes .. wesen, das vor dem überraschten stand und ihn von der bestehenden servitut unterrichtete. Keller 2, 107. Weigand 2, 702 und Behlen gebrauchen es in übereinstimmung mit dem heutigen überwiegenden sprachgebrauche als neutrum.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 630, Z. 46.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
selbstvertagung seuge
Zitationshilfe
„servitut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/servitut>, abgerufen am 23.01.2022.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)