Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sesam, m.

sesam, m.
eine morgenländische (indische und ägyptische) ölpflanze Adelung (hier als neutr.). öconom. lex.² 2721 f. Oken 3, 1010 ('öl-linge'), der orientalische oder morgenländische sesam, sesamkraut, ägyptische ölsame, sesamum orientale Nemnich. der name stammt über lat. sesamum, gr. σήσαμον aus arab. simsim (alles bezeichnungen der schotenfrucht), sieh Weigand 2, 703. Dodonaeus (1583) s. 522 bemerkt: 'henc frugem Graeci σήσαμον, Latini quoque sesamum .. nominant: officinis Germaniae incognitum est'. aber schon bei Sebiz feldbau (1579) findet sich das wort als sessam: von sessam, linsen und welschen bonen. 579 (sesamkraut schon 1485, s. unten). bei Tabernaemontanus 1203 dafür sesamoides(kraut). — dazu sesambein, n., auch linsenbein, gelenkbeinchen in den gelenken der hände und füsze Campe, sesamoidea ossa Nemnich.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 630, Z. 60.

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Zitationshilfe
„sesam“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sesam>, abgerufen am 25.01.2022.

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