Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

setzholz, n.

setzholz, n.
1)
abgeschnittene zweige, die man in die erde senkt, damit sie wieder ausschlagen. Frisch 2, 268ᵃ. Adelung. Nemnich, aber auch von jungen hölzern mit wurzeln, setzhölzer, taleolae, viviradices Stieler nachsch. 27ᵇ, wie diese stelle zeigt, nicht blosz collectivisch. vgl. setzen II, A, 3, a, γ, αα.
2)
holz womit löcher beim pflanzen gemacht werden, pflanzholz. Adelung. Kehrein 1, 376. vgl. denselben gebrauch von setzen.
3)
setzling, setzholtz, undersetzling, anteris Maaler 371ᵃ, setzhöltzer, anterides, erismae, interpensiva. Corvinus fons lat. 1 (1660), 332ᵃ, setzhölzer, erismata, fulcra Stieler nachsch. 27ᵇ, also ein holzstück, das als stütze gesetzt, aufgerichtet wird. vgl. setzen II, A, 3, a, γ, νν.
4)
bergmännisch holz zum feuersetzen. Veith 448. vgl. setzen II, A, 3, a, γ, λλ.
5)
gleichfalls im bergbau holz das dazu dient, den seilkorb des göpelwerks still stehen zu machen, indem man es in die erde stöszt und mit dem oberen breiten ende in einen gemachten einschnitt am schwengel einlegt. Veith 448. Jacobsson 4, 151ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 690, Z. 47.

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Zitationshilfe
„setzholz“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/setzholz>.

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