Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

seucheln, verb.

seucheln, verb.
kränkeln, aus älterem siucheln (md. sûcheln), das neben siecheln vorkommt. mhd. wb. 2, 2, 358ᵃ. Lexer mhd. handwörterb. 2, 908; nd. sükeln ten Doornkaat Koolman 3, 362ᵇ; seuchlen, geseuchlet, idem quod sücheln, morbo affectum esse Stieler 2017; Kramer deutsch - ital. dict. (1702) 2, 805ᶜ hat siechen, siecheln, seuchen, seucheln, it. sücheln. sîchele (für sücheln) kränkeln, unpäszlich sein. Kleemann 21ᵃ. (er ist) in eine krankheit gefallen, daran er etliche jahr lang geseuchelt. Spangenberg Henneb. chron. (1755) 128; übertragen, krankhaft verlangen: doch sihet man in den historien, das die römischen bisschove, auch zuvor, alle zeit geseuchelt, gekrunckt, gehustet, und gekrochtzet haben nach der herrschafft. Luther 7, 224ᵃ; solchs hatten etliche vorfarn lange zuvor gesucht, und geseuchelt, aber nicht können erhalten. 8, 218ᵇ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 698, Z. 25.

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selbstvertagung seuge
Zitationshilfe
„seucheln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/seucheln>, abgerufen am 22.10.2021.

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