Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

Es wurden mehrere Einträge zu Ihrer Abfrage gefunden:

feuerlein, n.

feuerlein, n.
igniculus, mhd. viwerlîn. Lichtenst. 54, 1. nhd. ein röschs feürlin gemacht. Steinhöwel dec. 614, 38.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 7 (1861), Bd. III (1862), Sp. 1596, Z. 30.

säuerlein, seuerlein, n.

säuerlein, seuerlein, n.
hitzblätterchen, eiterbläschen auf der haut: hitz, geschwerblattern und seurlein. Conradinus ungarisch sucht (1574) 181; von welchem doch nicht eyn säurlein (auch nicht das geringfügigste) vergessen ist. Fischart bienenk. (1586) 158ᵇ (vergl. nd. nig een sür brem. wb. 4, 1103, nld. ik geef er geen ziertje om). noch gebräuchlich ist dieses dimin. in oberd. mundarten (vgl. Schm. 2, 322, sü̂rli Tobler 428ᵇ); es ist dimin. zu süre, mhd. siure, das in gleichem sinne gebraucht wird, eigentlich aber die kleine milbe (acarus exulcerans) bezeichnet, welche eiterbläschen hervorbringen soll:
wer solte dem niht wunders jehen,
der einer kleinen siuren sehen
sô wunderlich erliuhtet hât,
daʒ sie wol merket, wâ sie gât.
Renner 18721;
vgl. Dief. 538ᵇ und nov. gloss. 341ᵃ; siura Graff 6, 273, mnd. sure Schiller - Lübben 4, 478ᵃ. erhalten in hoch- und niederd. mundarten (Schm. a. a. o. Stalder 2, 420. Tobler 428ᵇ. Hunziker 267. Seiler 285ᵇ); sire, siere, dimin. sierichen Frisch 2, 281ᵃ, sîre f., sîrechen, n. Liesenberg 215; süre, sür hitzblatter brem. wb. 4, 1103, dimin. sü̂rk'n Danneil 217ᵃ; nld. zier, dimin. ziertje. abseits liegt die von Schm. a. a. o. aus älteren hochd. quellen belegte form sirey, zu der auffallend stimmt russ. tschirej, geschwür, eiterbeule. Lexer (mhd. handwb. 2, 949) nimmt entlehnung aus mittellat. siro, franz. ciron an; es wäre dann eine anlehnung des wortes an sûr und dessen sippe bemerkenswert.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 1872, Z. 43.

seuerlein, n.

seuerlein, n.
hitzblatter, eiterblätterchen auf der haut; s. säuerlein th. 8, sp. 1872; wenn die kinder also gar juckende oder beisende füeslein und doran vil lebender seurlein haben. Thurneisser beschr. influent. wirkungen aller erdgew. (1578) 129; morbilli, formicae, pustulae, ... seurlin, engerlin, bläderlin. Paracelsus chir. schrift. (1618) 241 C; die seyerlein und flechten. Tabernaem. kräuterb. (1664) 603ᵃ; vgl. noch Bayerns mundarten 2, 257.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 699, Z. 71.

Im ¹DWB stöbern

a b c d e f g h i
j k l m n o p q r
s t u v w x y z -
selbstvertagung seuge
Zitationshilfe
„seuerlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/seuerlein>, abgerufen am 23.10.2021.

Weitere Informationen …


Weitere Informationen zum Deutschen Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)