Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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säuerling, m.

säuerling, m.
1)
zur bezeichnung gewisser obstarten: säuwrling, eine apfelart Tabernaemont. 1417 J; eine besondere abart des weinstockes, dessen schwarze beeren einen sehr sauren geschmack haben. Nemnich; nach Jacobsson 6, 43ᵇ sind härtlinge, säuerlinge die ungenieszbaren und auch sonst unbrauchbaren trauben. häufig scherzhaft: der weinstock ist ein säuerling, bringt saure trauben, ebenso von saurem weine selbst.
2)
vom wasser eines sauerbrunnens: saurling, acidula, acidus fons voc. von 1618 bei Schm. 2, 321; an mehreren orten treten säuerlinge daraus (aus muschelkalk) hervor. Oken 1, 719.
3)
als bezeichnung des sauerampfers: sawerampffer, sawerling Henisch 66, 49, vgl. Stalder 2, 303. Woeste 262ᵇ;
ich pflückte mir säuerling hier und rapunzel.
Voss 2, 100 (vgl. die anm. dazu);
oder des sauerklees Frischbier 2, 249ᵃ; bei Nemnich 1, 114 als name des pfefferschwammes (agaricus piperatus).
4)
teig aus mehl und käse in schmalz gebacken. Schm. 2, 231.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 10 (1892), Bd. VIII (1893), Sp. 1873, Z. 7.

seuerling, m.

seuerling, m.,
s. säuerling th. 8, sp. 1873.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 700, Z. 1.

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Zitationshilfe
„seuerling“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/seuerling>, abgerufen am 26.10.2021.

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