Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

seufzerlein, n.

seufzerlein, n.:
ein erdichtes, erzwungenes, falsches, hurisches seuftzerlein springen lassen. Kramer deutsch - ital. dict. (1702) 2, 790ᶜ;
entlockte Filomele dir,
mein kind, dies seufzerlein?
Voss 4, 49;
liebeschmachtend, unter zagen
klagt' er, o ein seufzerlein.
Fr. Müller 2, 357;
ein schnalzend seufzerlein an deine buhle.
Uhland ged. (1864) 138.
an gott gerichtet, geradezu für ein kurzes gebet: ein geringes sehnliches seufzerlein aus einem guten und getreuen herzen das gefelt gott. Mathesius Syr. 2, 82ᵃ (1586); mit angehefftetem seufftzerlein. ostfries. kirchenordn. 113; seuftzerlein am christmorgen. Schottel 941; ihr werdet alle schäze der welt um ein christliches seufzerlein geben. Schiller räuber 5, 1 schauspiel.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 706, Z. 20.

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Zitationshilfe
„seufzerlein“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/seufzerlein>, abgerufen am 19.10.2021.

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