Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sibeln, verb.

sibeln, verb.
1) für siebeln, s. dieses. 2) aus lat. sibilare, franz. siffler: sibellen, sussen alsome kinderen deyt. Dief. nov. gloss. 337ᵇ; sibulus, sibelung 338ᵃ. siflen, flüstern. Stricker bei Schm.² 2, 232; sibeln, tändeln, zärtlich thun. brem. wb. 4, 781; sibelke, sibelerske, tändelndes, affectirt zärtliches frauenzimmer. nachtr. 304; se siebelt mit dem kinde; sibelee, zärtelei; siebelersch, siebelsüster, zärtelndes frauenzimmer, siebelig verzärtelt und verzärtelnd. Schütze 4, 101; sibeln, tändeln, zierlich thun; sibelke, tändlerin, verzierte person. Dähnert 423ᵃ; vielleicht gehört hierher auch siweln albern reden, besiweln altklug bemäkeln, vgl. nd. korr.-bl. 10, 94.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 708, Z. 76.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„sibeln“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sibeln>, abgerufen am 23.10.2021.

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