Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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sibylle, sibille, f.

sibylle, sibille, f.
das wort ist in die lebendige sprache übergegangen und zum appellativum geworden: 'im gemeinen leben nennt man eine alte weibliche person verächtlich zuweilen eine alte sibille'. Campe; sibillken, wise sibillken, spöttisch Schütze 4, 100; sibilke oder sibillkenkopp heiszt die maske. ebenda (eine andere bezeichnung ist scherbellenkopf, s. oben th. 8, sp. 2564). vgl. noch zeitschr. für d. alt. 10, 221. nd. korr.-bl. 17, 39. vielleicht ist sibilke entstellt zu sillke, vgl. brem. wb. 4, 788. et is eene böse sillke. belege aus der litteratur: ich erinnere mich noch deines personificirten gewerbes, deiner zusammengeschrumpften, erbärmlichen sibylle. Göthe 18, 51; schick mir deine zettel immer durch die alte sibylle; die hat der teufel selbst zur Iris bestellt. 113;
genug, genug, o treffliche sibylle.
12, 131.
sibyllenhaft in edlem sinne: (das gesicht war) durch einen sibyllenhaften anhauch eher veredelt als entstellt. erfahrung und menschenkenntnis lagerten um stirn und lippen. Keller 3, 270.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 709, Z. 32.

sibylle, sibille, f.

sibylle, sibille, f.
das wort ist in die lebendige sprache übergegangen und zum appellativum geworden: 'im gemeinen leben nennt man eine alte weibliche person verächtlich zuweilen eine alte sibille'. Campe; sibillken, wise sibillken, spöttisch Schütze 4, 100; sibilke oder sibillkenkopp heiszt die maske. ebenda (eine andere bezeichnung ist scherbellenkopf, s. oben th. 8, sp. 2564). vgl. noch zeitschr. für d. alt. 10, 221. nd. korr.-bl. 17, 39. vielleicht ist sibilke entstellt zu sillke, vgl. brem. wb. 4, 788. et is eene böse sillke. belege aus der litteratur: ich erinnere mich noch deines personificirten gewerbes, deiner zusammengeschrumpften, erbärmlichen sibylle. Göthe 18, 51; schick mir deine zettel immer durch die alte sibylle; die hat der teufel selbst zur Iris bestellt. 113;
genug, genug, o treffliche sibylle.
12, 131.
sibyllenhaft in edlem sinne: (das gesicht war) durch einen sibyllenhaften anhauch eher veredelt als entstellt. erfahrung und menschenkenntnis lagerten um stirn und lippen. Keller 3, 270.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 4 (1900), Bd. X,I (1905), Sp. 709, Z. 32.

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Zitationshilfe
„sibille“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sibille>, abgerufen am 19.10.2021.

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