Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sichermal, n.

sichermal, n.
1)
in einer stelle der Lutherschen bibelübersetzung für ziel gebraucht: so wil ich zu seiner seitten drey pfeile schiessen, als ich zum sichermal schösse. 1 Sam. 20, 20; danach in älterer theologischer litteratur der protestanten bisweilen verwendet: und werden sein wie ein sichermal, darnach die welt zielen und schiessen wird. Mathesius fastenpred. 105ᵇ; sein werthes wort .. musz der bruch und sichermal sein, darzu jederman seine gifftigen pöltzlein und verlipte pflitzschlein scheusset. postilla 1, 74ᵇ; und müssen aller welt schauspiel und sichermal sein. hist. Christi (1579) 2, 103ᵇ; s. Johannes der heilige apostel und evangelist, da ihm etliche verhuben, dasz er seine vögelein und rebhünerlein hatte, und biszweilen mit den seinigen zum sichermahl schosz. Schuppius 834; in der form zum sichernmahl geschossen. 846.
2)
mal, zeichen, wodurch man etwas sichert, wodurch man die grenzen, bis zu welchen es sicher ist, bezeichnet, sichermahl Campe.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 730, Z. 62.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„sichermal“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sichermal>, abgerufen am 17.10.2021.

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