Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

sick

sick,
seltne wortform unbekannter herkunft.
1)
der sick, schnäpel (fisch) Nemnich. Campe; Sallmann 84ᵇ hat dafür siek.
2)
sick (der, est pro sieg, a voce gesogen, praes. inusitatum ich siege, hinc sieg, colum, et hoc nostrum vocabulum) colum. Steinbach 2, 589, als (hypothetische) grundform zu sickern.
3)
sick! lockruf für schafe in Hessen und Thüringen. Vilmar 384. Hertel sprachsch. 228; hennebergisch für schweine (wofür sonst suck suck! s. dieses). Frommann 4, 313, vgl. sickel, f. n.
4)
nur nd. ist
a)
sick für sech, pflugmesser. Woeste 235ᵇ; dazu mnd. sickbant in einer Wismarer quelle vom jahre 1531, s. Schiller - Lübben 4, 203ᵇ. b) sick seite, in aller sicken, allerwegen. Frommann 6, 280, 20.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 755, Z. 49.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„sick“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sick>, abgerufen am 17.10.2021.

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