Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siebenfalt, adj.

siebenfalt, adj.
septiplex. in der ältern sprache die gewöhnliche form, jetzt durch (das ursprünglich mitteld.) siebenfach oder durch die weiterbildung siebenfältig verdrängt, vgl. diese. altnfr. sivonvaldun septuplum Heyne kl. denkm.² 171ᵇ (gl. Lips. 824), ahd. sibun-, sipun-, sibenfalt septuplum, septiformam, septenos, -a, septenaria Graff 6, 69; mhd. sibenvalt Lexer handwb. 2, 900:
here, dû der unser nôt waist,
sent uns dînen sibenvalten gaist.
von der siebenzahl 8, 6 (denkm.³ 1, 174);
dat sevenvolde lôn en kunnen se ôk nicht vorlesen.
Eberhard reimchr. von Gandersh. 934;
verwâr der sin ist sebenvalt.
Joh. v. Frankenstein kreuziger 358.
nhd. siebenfalt, et siebenfältig, septemgeminus Stieler 2015; einen siebenfalt ò siebenfach strafen. Kramer dict. 2, 805ᵃ;
du bist mit gaben siebenfalt
der finger an gotts rechter hand.
Luther 8, 360ᵃ.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 806, Z. 63.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„siebenfalt“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siebenfalt>, abgerufen am 23.10.2021.

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