Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siebenfingerkraut, n.

siebenfingerkraut, n.
1)
eine pflanze mit gelber blüte, die an dürren plätzen wächst, und deren blätter gewöhnlich in sieben beisammen sitzen, tormentill, ruhrwurz, blutwurz, tormentilla erecta Nemnich, vgl. Adelung. öcon. lex.² 2945 f.: sibenfinger kraut, heptaphyllon Dasypod.; siebenfingerkraut, das, al. rotgunzel et rurwurz, tormentilla, heptaphyllum. Stieler nachsch. 27ᵇ; tormentill oder birckwurtz, heiszt auch rot heylwurtz, blutwurtz, sibenfingerkraut. Lonicerus kräuterb. 240 C; quinquefolium palustre fragiferum, vel heptaphyllum porphyranthemon. Germanis, genszkraut, sibenfingerkraut. Matthioli de plantis epit. ed. Camerarius (1586) 762; tormentill, so man auch hertz-wurtz, siebenfinger-kraut, feig-wurtz, rotgüntzel, rotwurtz, rothe heilwurtz, ruhr-wurtz, birck-wurtz und heudecker nennet. Hohberg 3, 1, 452ᵇ.
2)
das gänsekraut, das rote oder wasserfünffingerkraut, comarum (palustre). Nemnich. Adelung.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 807, Z. 61.

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Zitationshilfe
„siebenfingerkraut“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siebenfingerkraut>, abgerufen am 25.10.2021.

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