Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siebensprung, m.

siebensprung, m.
ein früher in ganz Deutschland verbreiteter, jetzt fast völlig abgekommener tanz, s. E. H. Meyer d. volkskunde s. 161 f., 'ein alter, nur von mannspersonen nach eigener musik ausgeführter tanz beim erntefeste in einer gegend Schwabens'. Schmid 494. F. M. Böhme gesch. des tanzes in Deutschl. (1886) 1, 155—7; auch nl. de zeven sprong, dän. syvspring, frz. les sept sauts, s. nd. jahrb. 18, 16 f. landschaftlich oft in abweichender form: köln. sibbesprüng, hess. silbersprung Andresen volksetym.⁴ 77, wetterauisch siebentesprung Weigand 2, 709, henneb. sîbespraͦng Spiesz 234: ihr sollet nicht so lang um mich trauern, und den siebensprung, den tanzet ihr für mich; ich will (aus dem himmel) auf euch 'runtergucken mit freuden, und droben feiert die ganz' familie auch die hochzeit. Auerbach dorfgesch. 2, 116; den siebensprung, den hab' ich mit meiner Gret immer vorgetanzt. 73.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 820, Z. 44.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„siebensprung“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siebensprung>, abgerufen am 17.10.2021.

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