Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

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sieder, m.

sieder, m.

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1)
einer der siedet (trans.), personenbezeichnung, bollitore, cocitore. Kramer dict. 2, 807ᵃ; sieder, der, et siederinn, die, mas, et foemina elixans, fervefaciens, coquens. Stieler 2015, qui coquit Steinbach 2, 597; nd. seder salzkocher Schiller-Lübben 6, 259ᵃ. das wort, durchweg bezeichnung von gewerben (vgl. sieden II, B, 6. 8), begegnet als simplex überaus selten (und nur da, wo die nähere bestimmung aus dem zusammenhange ersichtlich ist): saget man von gutem meth, er ist ein wasser, welches der sieder mit honig angemacht und abgesotten hat. J. M. Meyfart das himml. Jerus. (1630) 1, 236, häufig dagegen in zusammensetzungen:
alaunsieder
biersieder
biersieder zythopepta Steinbach 2, 597, vgl. theil 2, 2;
hopfensieder
hopfensieder lupularius, coctor florum lupuli Stieler 2015 (th. 4, 2, 1797);
kaffeesieder
s. theil 5, 24;
leimsieder
theil 6, 701, vgl. Schm. 2, 227;
metsieder
metsieder cocitore di molsi Kramer dict. 2, 807ᵃ, vgl. theil 6, 2146 und Schm. a. a. o., begegnet schon im 15. jahrh.:
ain metsieder Schalauczer gnent.
Beheim von den Wienern 7, 2.
s. auch oben die stelle aus Meyfart;
salpetersieder
salpetersieder raffinatore di salitro Kramer dict. 2, 807ᵃ, nitrarius Steinbach 2, 597. Frisch 2, 275ᵃ, s. theil 8, 1702;
salzsieder
salzsieder salis coctor Steinbach a. a. o.; vgl. theil 8, 1722 und oben nd. seder;
seifensieder
seifensieder saponarius Steinbach a. a. o. Frisch 2, 275ᵃ, s. theil 10, 194;
thransieder
weiszsieder
weiszsieder (in der müntze) rudis monetae coquulus Steinbach 2, 597. Frisch 2, 275ᵃ.
2)
als bezeichnung von apparaten zum sieden erst neuern datums und nur in zusammensetzungen wie eiersieder, spargelsieder üblich.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 881, Z. 64.

sieder, adv.

sieder, adv.
präp., s. sider (sp. 757—9) und seit (besonders I. II, 3, sp. 370. 375—8). vgl. noch: seit ... dicitur etiam aliâ dialectô sint, seint, et sieder, quod nihil aliud est, quam seither. Stieler 2622; diejenigen, so sieder anno 1572 darzue kommen. Altenburger urk. v. 1640 bei Dief.-Wülcker 854.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 882, Z. 13.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„sieder“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/sieder>, abgerufen am 27.10.2021.

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