Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siedesack, m.

siedesack, m.
sack für oder mit siede (häcksel, s. das. 3); schlesisch in sprichwörtlichem vergleich:
das wie ein siede-sack erstrotzen beyde backen.
Scherffer Grob. 131 bei Drechsler 243.
daher (als typus des groben, plumpen?): es unterhält mich ein schönes buch mit vil anständigern gespräch, als alle di sidesak-starrende graubichte pauer-rilpen, im ganzen revir. Butschky hochd. kanzl. 438; ich redete ihme neulich wegen seiner angewönten, und garstig grob ausgeschnöttelten höfligkeit, in gutter meinung etwas zu; so gab er dergleichen freundliche antwort, das mir alle milch in den äschen davon versauerte ... was nun mit dem sidesakstarrendgraubichte narren zu tuhn? 479.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 882, Z. 33.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„siedesack“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siedesack>, abgerufen am 23.10.2021.

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