Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siedland, n.

siedland, n.,
nd. wort, vgl. sied, im plur. gewöhnlich siedländereyen 'die niedrigen gegenden in einer sielacht' Jacobsson 4, 158ᵃ; nd. sîdland in einer niederung gelegenes land (gegensatz bergland) Schambach 191ᵇ. zuweilen auch in die schriftsprache aufgenommen: minder reich als das hochland ist das moorumgrenzte sietland von Hadeln. Herbst J. H. Voss 1, 208;
und von den donnernden schleusen geschreckt, entfliehet die Medem,
strudelnd und hochgedrängt, heim in ihr mütterlich moor,
wo mit kähnen ins haus der arme hewohner des sietlands
rudert, zum flammenden torf auf dem erhobenen herd.
211 (ged. zu F. L. Stolbergs hochzeit).
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 884, Z. 6.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„siedland“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siedland>, abgerufen am 26.10.2021.

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