Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm (¹DWB)

siegellos, adj.

siegellos, adj.
1)
sine sigillo, sigillo detracto, non signatus. Frisch 2, 276ᵃ: ein siegelloser brief. Campe; seine hochwürdigen oberen können ihm diese ganz unstatthafte, siegellose und nichts beweisende schrift, um seiner seelen heil willen nicht wieder zurückstellen. Pestalozzi Lienh. u. Gertr. 3, 39.
2)
qui fidem sigilli sui violavit. Haltaus 1687: nachdem jr gegen mir rechtlos, brieflosz, sigellosz, und erlosz sind, ... dasz ich üch fürbasz uszschlachen maalen, üwer sigel schilt und zeichen under über sich keren (kann). Tschudi 2, 678ᵃ (urk. v. 1467); s. f. gn. etc. vor einen prodigum, sigellosen fürsten auszzuschreien. urk. v. 1598 bei Haltaus 1687.
Fundstelle
Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. Lfg. 5 (1901), Bd. X,I (1905), Sp. 907, Z. 11.

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seufzung siegeswonne
Zitationshilfe
„siegellos“, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob Grimm und Wilhelm Grimm, Erstbearbeitung (1854–1960), digitalisierte Version im Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/dwb/siegellos>, abgerufen am 17.10.2021.

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